Vorwort |
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Vorwort Prof. Rolf Nobel
Es ist immer gut, wenn sich Projekte weiter entwickeln. In diesem Jahr, dem sechsten des VGH-Fotopreises, konnten wir bei den Einsendungen eine Veränderung feststellen: Viel mehr Amateure als in den Jahren zuvor haben zu diesem Wettbewerb kleine Serien oder Bildgeschichten eingereicht. Und das auch noch in beeindruckender Qualität. So braucht sich Christine Höfelmeyers Bildserie über die Theatergruppe der Behindertenhilfe Lilienthal, mit der sie den ersten Preis bei den Amateuren gewonnen hat, nicht hinter den Leistungen professioneller Fotografen zu verstecken.
Wie schon im Vorfeld veröffentlicht, wollte die Jury den Kulturbegriff beim Thema „Kultur
in Niedersachsen“ möglichst weit fassen. Und so wurde er von vielen Einsendern auch
verstanden. Unter den Fotos dominiert nicht die Hochkultur der Theater, Opernhäuser oder Museen und
Galerien. Die Fotografen haben sich genauso mit Straßenkultur beschäftigt, wie mit anderen
ungewöhnlichen Feldern kultureller Arbeit. Nicht immer herrschte unter den Jurymitgliedern sofort
einhellige Zustimmung für die eine oder andere Auslegung des Kulturbegriffes, aber entsprechend der
Ausschreibung des Wettbewerbes haben wir uns letzten Endes immer für eine großzügige Auslegung
entschieden. Und so dokumentieren es dann auch einige der preisgekrönten Fotografien:
Darunter gibt es Arbeiten über eine Schausteller-Pastorin, über die bereits genannte
Theatergruppe Lilienthal und über einen Clown im Altenheim. Aber auch Unterhaltungskultur findet
sich in den Siegerfotos, wie in der Fotoreportage über den Volksmusik-Entertainer Florian
Silbereisen und ebenfalls die ganz große Kultur, visualisiert in der Serie über die
Ballett-Tänzerin Cássia Lopes. Und genau das schwebte der Jury bei der Findung des
Wettbewerbsthemas auch vor. Als Ergebnis wollte sie die vielfältige Breite kulturellen Geschehens
in Niedersachsen fotografisch dargestellt sehen. Davon zeugt auch die Ausstellung der besten
Arbeiten.
