• Bühne Ukraine Hilfe

    Informationen für Geflüchtete und Helfende

Sie sind hier: Startseite

Der Krieg in der Ukraine macht uns tief betroffen. Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die in diesen Tagen um Leib und Leben und das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung fürchten müssen. Unsere Hoffnungen liegen in einem schnellen Schweigen der Waffen. Bei der VGH und ihren Beschäftigten ist die Solidarität und Hilfsbereitschaft groß. Mit pragmatischem Handeln wollen wir einen Teil zur Bewältigung der immensen Herausforderungen beitragen und Helfende und Geflüchtete unterstützen.


Mit den folgenden Angeboten leisten wir unbürokratische Hilfe.

Kostenlose telefonische Rechtsberatung und Online-Informationen

Hier werden häufige und wichtige Fragen für Helfende beantwortet und es sind Informationen für Geflüchtete selbst (in englischer und ukrainischer Sprache) verfügbar.

Über unsere neue Ukraine-Hotline 0800 8440 700 beraten Sie unabhängige und erfahrene Juristen bei individuellen Angelegenheiten, bspw. zur Aufnahme von Flüchtlingen. Diese Telefonberatung ist für alle VGH-Kunden nutzbar und kostenfrei.

Privathaftpflichtversicherung
  • Privathaftpflichtvers­icherungs­schutz für Flücht­linge in kommu­nalen Unter­künften
    Die VGH bietet Sammel­ver­träge für Kom­munen und Kirchen­ge­meinden an. Flücht­linge, die durch die jeweilige Kom­mune oder Kirchen­ge­meinde in Unter­künften unter­ge­bracht wer­den, er­halten so un­kompli­ziert Privat­haft­pflicht­ver­sicherungsschutz, so­lange sie sich recht­mäßig in der Bundes­republik Deutsch­land auf­halten und in der Unter­kunft wohnen.
    Privat­haft­pflicht­ver­sicherungsschutz für Flücht­linge, die in privaten Haus­halten unter­gebracht werden
    Schutz­be­dürftige, die in einem privaten Haus­halt aufge­nommen bzw. unter­ge­bracht werden, sind über die Privat­haft­pflicht mit­ver­sichert. Diese Regelung gilt eben­so
        • für Single-Verträge,
        • in Konstel­lationen, in denen unser Kunde Eigen­tümer eines Zwei­familien­hauses ist, in der einen Hälfte lebt und die andere Hälfte von Schutz­bedürftigen be­wohnt wird,
        • wenn unser Kunde Eigen­tümer eines Mehr­familien­hauses ist und eine oder mehrere Wohn­einheiten von Schutz­bedürftigen be­wohnt wer­den.
    Diese Regelung um­fasst ebenso Schä­den am Eigen­tum des jeweiligen Gast­gebers bis zu 10.000 EUR.
    Darüber hinaus sind Schäden, die durch mit­ge­brachte Hunde der Schutz­bedürftigen ent­stehen, auto­matisch über die Privat­haft­pflicht unseres Kunden mit­versichert. Eine separate Hunde­halter­haft­pflicht-Versicherung muss nicht extra ab­ge­schlossen werden.
    Privat­haft­pflicht­ver­sicherungsschutz für ehrenamtliche Helfer
    Ehren­amtliche Helfer sind zudem über einen Rahmen­vertrag zwischen der VGH und dem Land Nieder­sachsen ab­ge­sichert.
Kraftfahrtversicherung
  • Kfz-Ver­sicherungs­schutz für ukra­inische Flücht­linge in Deut­schland
    Auf­grund des weiter­hin an­dauernden Krieges in der Ukraine werden ver­mehrt Flücht­linge auch mit ihrem Pkw nach Deut­schland kom­men.
    Die deutschen Kraft­fahrt­ver­sicherer hatten des­halb einen "Rettungs­schirm" ge­spannt. Schäden, die bis zum 31.05.2022 durch den Pkw eines ukrainischen Hal­ters in Deut­schland verursacht wurden, werden über das Deutsche Büro Grüne Karte ab­ge­wickelt. Verkehrs­opfer sowie auch Hal­ter und Fahrer des ukrainischen Fahr­zeuges waren damit im Rah­men der geltenden Mindest­deckungs­sum­men ge­schützt.
    Ab dem 01.06.2022 benötigen ukrainische Fahrzeuge somit eine Kfz-Haftpflichtversicherung.

    Sie haben zwei Möglichkeiten den Versicherungsschutz nachzuweisen:

    1.) Sie haben noch Kontakt zu Ihrem ukrainischen Versicherer? Dann fordern Sie Ihre Grüne Karte an.

    2.) Sie erreichen Ihren ukrainischen Versicherer nicht mehr, dann schließen Sie ab dem 01.06.2022 eine Grenzversicherung ab. Weitere Informationen finden Sie hier www.vgh.de/grenzversicherung


    Kfz-Ver­sicherungs­schutz in der Ukraine
    Für helfende Deut­sche, welche mit ihrem eigenen Fahrzeug in die Ukraine fahren, besteht grund­sätzlich Ver­sicherungs­schutz im Rahmen der Kfz-Versicher­ung. Ins­besondere sind von diesen Fahr­zeugen bei Dritten ver­ursachte Schä­den aus unserer Kraft­fahrt-Haft­pflicht­ver­sicherung ge­deckt.
    Es be­steht aber kein Ver­sicherungs­schutz in der Schutz­brief-, Kraft­fahrt-Un­fall- und in der Kasko­ver­sicherung, wenn die Fahr­zeuge durch ein Kriegs­ereignis be­schädigt, zer­stört oder ent­wendet werden, bspw. in Folge einer Be­schlag­nahmung. Außer­dem ist es grund­sätzlich denk­bar, dass bei einem Un­fall, bei dem der Schä­diger ein in der Ukraine ver­sichertes Fahr­zeug ist, eine dort vor­handene Kriegs­aus­schluss­klausel greift und der ukrainische Ver­sicherer nicht lei­stet.
Sachversicherung
  • In der Sach­ver­sicherung wer­den zu­nächst bis Jahres­ende 2022 folgende ver­ein­fachende Unter­stützungs­maß­nahmen ge­troffen:
    Flücht­linge in Privat­unter­künften - Haus­rat­ver­sicherung
    Wer­den Flücht­linge in den selbst­be­wohnten Woh­nungen der Ver­sicherungs­nehmer auf­ge­nommen, gilt das frem­de Eigen­tum der Flücht­linge be­dingungs­gemäß als mit­ver­sichert. Die An­rechnung der Unter­ver­sicherung ent­fällt bis zu einer Höhe von 5.000 EUR. Handelt es sich um möbliert ver­mietete Wohnungen, ist fremdes Eigen­tum hin­gegen bedingungs­gemäß aus­ge­schlossen. Hier verzichtet die VGH bis zu einer Höhe von 5.000 EUR auf diesen Ausschluss.
    Flücht­linge in Privat­unter­künften - Wohn­ge­bäude­ver­sicherung
    Privat­per­sonen stellen der­zeit ver­füg­baren Wohn­raum in Form von einzelnen Wohn­ungen oder Ein­familien­häusern zur kurz­fristigen Nutz­ung durch Flücht­linge zur Ver­fügung. Die VGH gewährt im Rahmen der be­stehenden Wohn­ge­bäude­ver­sicherung un­ein­ge­schränkten Ver­sicherungs­schutz im bisher ver­ein­barten Um­fang (die maximale Nutz­ung ist auf­grund der NBauO für Wohn­ge­bäude auf 12 Personen pro Wohn­ein­heit be­grenzt).
    Bei privaten Wohn­ge­bäuden, die von Kom­munen über einen (meist) lang­fristigen Miet­vertrag an­ge­mietet wer­den, bietet die VGH eben­falls üb­lichen Ver­sicherungs­schutz gemäß des Tarifs an. Hier findet die bereits etablierte Praxis auch weiter­hin An­wendung.
    Um­nutzung von Objekten - Kommunale und sonstige Unter­künfte
    Die Kommunen stehen aktuell vor der Heraus­forderung, vermehrt Flücht­linge kurz­fristig unter­zu­bringen und zu ver­sorgen. Die VGH ge­währt im Rahmen der be­stehenden Ge­bäude­ver­sicherungen für kurz­zeitige Nutzungs­änder­ungen un­ein­ge­schränkten Ver­sicherungs­schutz im bisher ver­einbarten Um­fang zu den bisherigen Bei­trägen und Be­dingungen.
    Ferner bietet die VGH weiter­hin auch für dauer­haft ge­nutzte Sammel­unter­künfte Ver­sicherungs­schutz im Rah­men der Ge­bäude­ver­sicherung an.
Unfallversicherung
  • Bestehen­der Versicherungs­schutz für Hilfs­ein­sätze im Rah­men der Unfall­ver­sicherung. Gemäß den All­ge­meinen Ver­sicherungs­bedingungen für die Unfall­ver­sicherung be­steht kein Ver­sicherungs­schutz für Un­fälle, die un­mittel­bar oder mittel­bar durch Kriegs- oder Bürger­kriegs­ereignis­se ver­ursacht sind. Tritt der Ver­sicherungs­fall je­doch durch zu­fällige Er­eignis­se ein, die nicht mit dem Kriegs- oder Bürger­kriegs­ereignis in Ver­bindung stehen, so besteht eine Leistungs­pflicht durch die Unfall­ver­sicherung. Es ist für den Ver­sicherungs­schutz also ent­scheidend, ob der Unfall in kausalem Zusammen­hang mit den Kriegs- oder Bürger­kriegs­ereignis­sen steht.
    Bei­spiele kein Ver­sicherungs­schutz:
    • Im Rahmen eines Hilfs­ein­satzes fährt eine Per­son in ein Land, in dem bereits Krieg herrscht und tritt auf eine Land­mine und verliert dabei ein Bein.
    • Im Rahmen eines Hilfs­ein­satzes wird das Fahr­zeug im Kriegs­gebiet von einer Bombe ge­troffen.
    Beispiele Versicherungs­schutz:
    • Im Rahmen eines Hilfs­ein­satzes stürzt die Per­son von einer Leiter, während ein Lager errichtet wird.
    • Im Rahmen eines Hilfs­ein­satzes ver­unfallt das Auto (noch vor der Landes­grenze des Kriegs­gebietes oder auch im Kriegs­gebiet), weil der Fahrer bei der Fahrt ein­ge­schlafen ist.
Rechtsschutzversicherung
  • Informationen zum Versicherungs­schutz
    Für Kunden mit einer Privat-Rechts­schutz-Ver­sicherung be­steht grund­sätzlich Ver­sicherungs­schutz im Rahmen einer ehren­amtlichen Tätig­keit.
    Für Wohn­raum, der Flücht­lingen un­ent­gelt­lich zur Ver­fügung ge­stellt wird, be­steht die Möglich­keit, diese Objekte über den Wohnungs- und Grund­stücks-Rechts­schutz ab­zusichern. Bitte melden Sie sich dafür bei Ihrem Vertriebs­partner.
    Ukrainische Flücht­linge, die im eigenen Haus­halt des Ver­sicherungs­nehmers vor­über­gehend auf­ge­nommen werden (maximal 12 Monate) und in den Familien­ver­bund ein­ge­gliedert sind (z.B. unbegleitete Kinder), sind beitrags­frei mit­ver­sichert.
    Des Weiteren besteht die Möglich­keit, einen sonstigen Familien­an­gehörigen dauer­haft als mit­ver­sicherte Per­son auf­zu­nehmen, wenn dieser im Haus­halt des Ver­sicherungs­nehmers lebt, dort ge­meldet ist und keine Er­werbs­tätigkeit aus­übt. Es ist dafür die nament­liche Nennung im Versicherungs­schein er­forderlich. Bitte melden Sie sich bei Be­darf bei Ihrem Vertriebs­partner.
    Es besteht kein Ver­sicherungs­schutz für die Interessen­wahr­nehmung hin­sichtlich des Aus­länder-, Asyl- oder Aufent­halts­rechts.
Gesundheitliche Versorgung
  • Gesund­heit­liche Ver­sorgung von Flücht­lingen und Asyl­be­werbern in Nieder­sachsen

    Flüchtlinge aus der Ukraine erhalten in der Regel durch die zuständigen Ausländerbehörden eine Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes. Für die gesundheitliche Versorgung besteht dann eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Nach § 4 AsylbLG besteht u.a. ein Anspruch auf medizinische Behandlung bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen einschließlich Arznei- und Verbandsmitteln, amtlich empfohlenen Schutzimpfungen sowie ärztliche und pflegerische Hilfe und Betreuung für Wöchnerinnen und werdende Mütter. Zuständige Leistungsträger sind die Kommunen bzw. deren Sozialämter.

    Nähere Informationen er­halten Sie auch auf den Seiten des Landes Niedersachsen und des Bundesgesundheitsministeriums:

Lebensversicherung
  • Zu Produkten mit Todesfallversicherungsschutz und in den Einkommenschutzprodukten bestehen bei Kriegsereignissen Beschränkungen des Versicherungsschutzes. Dabei ist der Versicherungsschutz insbesondere bei der aktiven Beteiligung an Kampfhandlungen ausgeschlossen und darüber hinaus beim Einsatz von ABC-Waffen beschränkt. Sofern keine aktive Beteiligung der versicherten Person an den Kriegsereignissen erfolgt, besteht grundsätzlich Versicherungsschutz.
    Beispiele kein Versicherungsschutz:
    • Die versicherte Person fährt in ein Land, in dem bereits Krieg herrscht, um sich dort an den Kämpfen zu beteiligen. Im Rahmen eines Schusswechsels wird die versicherte Person durch eine Gewehrkugel tödlich verletzt.
    • Die versicherte Person fährt in ein Land, in dem bereits Krieg herrscht, um sich dort an den Kämpfen zu beteiligen. Das Militärfahrzeug fährt auf eine Landmine auf, wobei die versicherte Person ihr Bein verliert.
    Beispiele Versicherungsschutz:
    • Im Rahmen eines Hilfseinsatzes in einem Krankenhaus stirbt die versicherte Person durch Granateinschläge.
    • Bei der Auslieferung von Hilfsgütern erleidet die versicherte Person durch einen Unfall ein Polytrauma und ist dadurch berufsunfähig.
Kapitalanlagemanagement
  • Infor­mation zum Kapital­anlage­manage­ment der VGH-Gruppe
    Das Kapital­anlage­management der VGH-Gruppe zeichnet sich durch eine aus­ge­wogene Gewich­tung von Sicher­heit, Rendite und Liquidität aus. Grund­sätzlich werden alle Kapital­anlage­portfolien der VGH-Gruppe nach der gleichen Grund­systematik über zwei Segmente ge­steuert.
    Das Basis­portfolio besteht aus sicheren Zins­titeln, die sich an den passiv­seitigen Ver­pflicht­ungen orientieren. Inner­halb des Ertrags­portfolios erfolgt eine aktive Risiko­über­nahme zur Er­wirt­schaf­tung einer Ren­dite ober­halb des Basis­portfolios. Die Gewichtung der Port­folien zu­einander ergibt sich aus dem jewei­ligen Geschäfts­modell und der Risiko­trag­fähig­keit des Unter­nehmens. Die Investition erfolgt in verschie­denen sog. Anlage­klassen mit dem Ziel, risiko­optimiert eine Rendite deut­lich über dem Niveau von sicheren Anleihen bspw. Staats­anleihen zu er­zielen. Inner­halb der Anlage­klassen erfolgt eine Streuung des Risikos durch welt­weite Investition von niedrigen Be­trägen über viele Emittenten. So stellen wir sicher, dass sich Rück­schläge am Kapital­markt, die nur einzelne Regionen oder Sektoren betreffen, nur in geringem Maße nieder­schlagen.
    Dieser Anlage­prozess sichert so eine Ver­zinsung der Ver­sicherten­gelder auch im be­stehen­den Niedrig­zins­um­feld bei einem geringen Risiko.
    Vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine bestanden nahezu keine Investi­tionen in russische und ukrainische Unter­nehmen bzw. Staats­anleihen (Anteil bezogen auf die gesamte Kapital­anlage 0,1 %). Die An­la­gen wur­den zwischen­zeit­lich veräußert.
    Der weitere Ver­lauf der Kriegs­hand­lungen und das Em­bargo gegen Russ­land haben großen Ein­fluss auf die welt­weiten Handels- und Liefer­ketten und Roh­stoff­preise. Diese Un­sicher­heit über die geo­politische und wirtschaft­liche Ent­wicklung spiegelt sich aktuell am Kapital­markt wider. Die weiteren Aus­wirkungen der Krise auf die Finanz- und Volks­wirt­schaft sind dabei schwierig ab­zu­schätzen.
    Die oben skizzierte An­lage­strategie hat in den ver­gangenen Kapital­markt­krisen die Kapital­anlage­ergebnis­se stabi­lisiert. Wir sind von dem Vor­gehen weiter über­zeugt, so dass – mit Aus­nahme des o.g. Verkaufs – keine weiteren Ein­griffe in das Anlage­portfolio not­wendig sind. Den­noch können kon­krete Aus­sagen über den Ein­fluss auf die Anlage­er­gebnis­se der VGH-Unter­nehmen aktuell nicht getrof­fen wer­den.

Sie haben noch Fragen?

Wir beraten Sie gerne.

Jetzt zur Beratersuche