Detailinformationen

VGH Versicherungen - Haftpflicht Bauherren

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Was kostet das? Was fehlt noch?
 

Was ist das?

Wer baut braucht Sicherheit, daher sollte man als Bauherr auf Nummer sicher gehen. Neben den Verkehrssicherungspflichten, die einem Bauherrn obliegen - z. B. Beschilderung und Sicherung der Baustelle - erfordert auch die Auswahl der am Bau Beteiligten von ihm ein hohes Maß an Sorgfalt. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann der Bauherr dennoch nicht verhindern, dass ein Schaden eintritt und er auf Schadenersatz in Anspruch genommen wird.
 
Der Bauherr muss immer damit rechnen, bei einem Haftpflichtschaden zunächst einmal selbst mit Ansprüchen konfrontiert zu werden. Natürlich ist er oft nicht der einzige am Schaden Beteiligte der haftet und deshalb zum Schadenersatz herangezogen werden kann. Meistens sind der Bauleiter, der Bauunternehmer, ein Bauhandwerker oder der Architekt ebenfalls verantwortlich.

Die Bauherren-Haftpflichtversicherung prüft im Schadenfall zunächst die Haftung des Bauherren, sie wehrt unberechtigte Ansprüche ab und leistet bei berechtigten Ansprüchen bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssummen.
 

 

Was ist versichert?

Versicherungsschutz wird nur geboten, wenn Planung, Bauleitung und Bauausführung an einen Dritten vergeben sind.

Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers als Bauherr für das im Versicherungsschein und seinen Nachträgen beschriebene Bauvorhaben. Mitversichert ist die gesetzliche Haftpflicht als Haus- und Grundstücksbesitzer für das zu bebauende Grundstück und das zu errichtende Bauwerk.

Die Versicherung beginnt mit Einrichtung der Baustelle und endet mit Abschluss der Bauarbeiten, spätestens 2 Jahre nach Versicherungsbeginn. 

 

 

Was kann – gegen Beitragszuschlag – mitversichert werden?

  • Die Bauherren-Haftpflichtversicherung für die Errichtung einer Geothermieanlage ist beitragspflichtig und kann bis zu einer Bohrtiefe von 100 Metern abgeschlossen werden. Mitversichert sind Schäden durch Senkungen/Hebungen und Erdrutsche.
  • Übernimmt der Bauherr selbst die Planung und/oder die Bauleitung, muss der Versicherungsschutz gegen Beitragszuschlag ausgedehnt werden.
    Unter Planung ist die Arbeit des Entwurfverfassers im Sinne der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) zu verstehen. Der Entwurfsverfasser hat dafür zu sorgen, dass die für die Ausführung notwendigen Einzelzeichnungen, Einzelberechnungen und Anweisungen geliefert werden und dem genehmigten Entwurf und den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen (Architekten und Bauingenieure).
  • Unter Bauleitung ist die verantwortliche Bauleitung im Sinne der Landesbauordnung zu verstehen. Der Bauleiter hat darüber zu wachen, dass die Baumaßnahmen dem öffentlichen Baurecht entsprechen und nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik und den genehmigten Bauvorlagen entsprechend durchgeführt werden. Er hat im Rahmen dieser Aufgabe auf den sicheren bautechnischen Betrieb der Baustelle, insbesondere auf das gefahrlose Ineinandergreifen der Arbeiten der Unternehmer und auf die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen zu achten.


 

 

 

Was ist nicht versichert?

Schäden, die der Versicherungsnehmer selbst herbeigeführt hat.

 

 

 

Was wird gezahlt?


Schadenbeispiele zur Bauherren-Haftpflichtversicherung:

  • Ein Fußgänger verletzt sich nachts an einer unbeleuchteten Baustelle. Ursache ist herumliegendes Baumaterial. Wegen unsachgemäßer Beaufsichtigung der Baustelle wird der Bauherr neben dem Bauunternehmer haftpflichtig gemacht.
  • Bei Ausführung von Dachdeckerarbeiten wurde versehentlich weder der Bürgersteig abgesperrt noch in irgendeiner Weise durch Tafeln auf die Dachdeckerarbeiten aufmerksam gemacht. Eine vorübergehende Person wurde durch einen herab fallenden Ziegel verletzt. Sowohl der Dachdecker als auch der Bauherr wurden auf Schadenersatz in Anspruch genommen.
  • Ein Hauseigentümer ließ einen Anbau errichten. Bei Anlieferung von Baumaterialien wurde das an der Einfahrt befindliche Holztor beschädigt. Als sich ein Kind an dem nur noch lose an den Angeln hängenden Tor zu schaffen machte, stürzte das Tor um. Das Kind erlitt einen Beinbruch. Für die Folgen des Unfalls wurde der Bauherr in Anspruch genommen. Er musste für die Krankenhaus- bzw. Folgekosten aufkommen.
  • Der Bauherr beauftragt eine Firma mit der Installation einer Geothermie- / Erdwärmeanlage für sein Einfamilienhaus. Dazu muss ca. 80 m tief gebohrt werden. Bei der Bohrung wird ohne Verschulden der Fachfirma ein Hohlraum getroffen, die Erde sackt ab und am Nachbarhaus entstehen tiefe Risse. Nach § 823 Bürgerliches Gesetzbuch haftet die Bohrfirma nur, wenn ihr ein Verschulden nachzuweisen ist. Den Bauherrn kann eine verschuldensunabhängige Haftung nach § 906 Bürgerliches Gesetzbuch analog treffen.
 

 

Was kostet das?

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung für Wohngebäudeneubauten wird nach m² Wohnfläche berechnet. Mitversichert ist das Bauen in eigener Regie.

Bauen in eigener Regie - Legt der Bauherr an seinem Bau "selbst Hand" mit an, ist das Risiko aus der Selbsthilfe am Bau mitversichert. Diese Mitversicherung umfasst auch den Einsatz von nicht versicherungspflichtigen Baumaschinen.

Mitversichert sind alle Personen, die dem Bauherren helfen, z. B. seine Freunde, Bekannte, Nachbarn etc. Kraft Gesetz besteht für diese Personen sogar ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz; allerdings nicht für den Bauherrn und seinen Ehegatten (hier schützt eine private Unfallversicherung). Der Bauherr ist verpflichtet, seine helfenden Freunde, Bekannte, Nachbarn etc. der Bauberufsgenossenschaft zu melden. 

Die Bauherren-Haftpflichtversicherung für die Errichtung einer Geothermieanlage ist beitragspflichtig und kann bis zu einer Bohrtiefe von 100 Metern abgeschlossen werden. Mitversichert sind Schäden durch Senkungen/Hebungen und Erdrutsche. Dieses Risiko ist bei den meisten Mitbewerbern ausgeschlossen.

Sonstige Tarifbestimmungen:

  • 50 % Zuschlag auf die Beiträge der Bauherrenhaftpflicht bei Übernahme der Planung und/oder Bauleitung durch den Bauherrn,
  • 25 % Nachlass bei einer Bauzeit kürzer als 3 Monate (z. B. Fertighaus;  Achtung: dieser Nachlass gilt nicht bei Errichtung einer Geothermieanlage) 
 

 

Was fehlt noch?

Für das Feuerrisiko empfehlen wir, eine Rohbau-Feuerversicherung abzuschließen.

Für die Baumaßnahme und Schäden am eigenen Haus empfehlen wir eine Bauleistungsversicherung.

Nach Abschluss des Wohnhausneubaues empfehlen wir den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung.