Detailinformationen

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Was ist versichert?

Die Privat-Haftpflichtversicherung bietet Versicherungsschutz für Sie und Ihre Familie bei Schadenersatzforderungen, die sich aus den Gefahren des täglichen Lebens – mit Ausnahme der beruflichen Tätigkeit – ergeben können, z. B. wenn Sie als Fußgänger oder Radfahrer einen Verkehrsunfall verursachen oder wenn Ihr Kind beim Nachbarn einen Ball in die Fensterscheibe schießt.

Schadenersatz kann teuer werden und – wenn größere Vermögenswerte oder gar Personen betroffen sind – im schlimmsten Fall sogar Ihre finanzielle Existenz bedrohen! Laut Gesetz haften Sie mit Ihrem gesamten Vermögen - in voller Höhe und unbegrenzt. Das kann bis zu einer Privatinsolvenz führen.

Die Privat-Haftpflichtversicherung ist daher die Grundabsicherung – also ein „muss“ für jedermann.  


Die Privat-Haftpflichtversicherung – mit den Versicherungssummen von 5.000.000 EUR oder 10.000.000 EUR oder 25.000.000 EUR pauschal für Personen- und/oder Sachschäden, 100.000 EUR für Vermögensschäden - beinhaltet ein umfangreiches Leistungspaket. Der Versicherungsschutz - maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen - umfasst auszugsweise und in Stichworten:

Leistungsüberblick

 

 

 

Wer ist versichert?

Im Rahmen der Privat-Haftpflichtversicherung sind der Versicherungsnehmer (sofern er keine Privat-Haftpflichtversicherung „Single“ abgeschlossen hat) selbst und

  • der Ehegatte,
  • im Versicherungsschein eingetragene Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes,
  • der mit dem unverheirateten Versicherungsnehmer in häuslicher, eheähnlicher Gemeinschaft lebende, unverheiratete - im Versicherungsschein namentlich genannte – Lebensgefährte,
  • minderjährige, unverheiratete Kinder (auch Stief-, Adoptiv-, Pflegekinder und Mündel), die volljährigen, unverheirateten Kinder nur, solange sie sich noch in einer Schul- oder einer anschließenden Berufsausbildung befinden bzw. einen freiwilligen Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst leisten,
  • volljährige, behinderte unverheiratete Kinder, sofern sie der ständigen Betreuung im Sinne gesetzlicher Regelungen bedürfen und mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft leben,

versichert.

 

 

Was wird gezahlt?

im Schadenfall bestehen unsere Leistungen in der

  • Prüfung der Haftungsfrage,
  • Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche, notfalls auch auf dem Prozessweg,
  • Begleichung berechtigter Schadenersatzansprüche.


Der Geschädigte bekommt die Kosten erstattet, die aufgrund eines Schadens entstehen können, z. B. bei:

Personenschäden:

  • Arzt- und Krankenhauskosten sowie Haushaltshilfen,
  • Verdienstausfall,
  • Schmerzensgeld,
  • Regressforderungen von Sozialversicherungsträgern.


Sachschäden:

  • Reparaturkosten,
  • Wiederbeschaffungskosten,
  • Wertminderungen,
  • Regressansprüche von Versicherern (z.B. eines Gebäudeversicherers)
 

 

Was ist nicht versichert?

Nicht versichert sind z. B.:

  • Schäden, die man selbst erleidet (Eigenschaden),
  • Schäden, die man vorsätzlich herbeiführt,
  • Ansprüche von Angehörigen, die mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben oder mitversichert sind,
  • Schäden, die durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeuges verursacht werden,
  • Geldstrafen und Bußgelder.
 

 

Was fehlt noch?

Der Baustein Privathaftpflicht Plus

Der umfangreiche Versicherungsschutz der Privat-Haftpflichtversicherung kann um den Baustein Privathaftpflicht Plus erweitert werden. Der Baustein umfasst:

  • Deliktunfähige Kinder - Ihr fünfjähriger Sohn zerkratzt aus Versehen das Auto Ihres Nachbarn. Nach dem Gesetz haften Kinder bis 7 Jahre (im Straßenverkehr bis 10 Jahre) nicht für den angerichteten Schaden. Ist den Eltern keine Aufsichtspflichtverletzung nachzuweisen, wird der Schaden nicht ersetzt. Gleichwohl erwartet der Nachbar eine Entschädigung. Um des lieben Friedens willen zahlen Sie Geld aus eigener Tasche. In dieser Situation springt die Privathaftpflicht Plus bis zu einer Summe in Höhe von 10.000 EUR für Sie ein.
  • Gefälligkeitshandlungen- Nach den gesetzlichen Bestimmungen sind Sie zum Schadenersatz erst bei grob fahrlässig herbeigeführten Handlungen verpflichtet. Helfen Sie einmal im Bekanntenkreis bei einem Umzug und Ihnen passiert ein Missgeschick (Sie lassen z. B. den Fernseher fallen), so würde der Geschädigte leer ausgehen, da der Schaden leicht fahrlässig entstanden ist. Die Privathaftpflicht Plus deckt auch solche Schäden bis zu einer Summe in Höhe von 10.000 EUR.
  • Die Schadenersatzausfallversicherung - Schadenersatzausfall heißt: Sollten Sie selbst einmal der Geschädigte sein und der Schadenverursacher keinen Versicherungsschutz haben bzw. zahlungsunfähig sein, zahlt Ihre Privathaftpflicht im Rahmen der Schadenersatzausfallversicherung Ihren eigenen Schaden ab 2.500 EUR; die Höchstersatzleistung beträgt 3.000.000 EUR pauschal für Personen- und/oder Sachschäden; 100.000 EUR für Vermögensschäden; sofern ein vollstreckbares Urteil über den Schadenersatz vorliegt. Hier können sich folgende Probleme ergeben:

— derartige Prozesse ziehen sich in der Regel über einen langen Zeitraum hin,

— gerichtliche Auseinandersetzungen werden immer häufiger erst in der 2. Instanz endgültig entschieden; zudem sind bei einem hohen Streitwert die Prozesskosten und das Prozessrisiko beträchtlich. Diese Prozesskosten werden nicht durch die Schadenersatzausfallversicherung übernommen.

Aus diesem Grund ist der zusätzliche Abschluss einer Rechtsschutzversicherung zu empfehlen.

Übrigens: Versicherungsschutz besteht auch für Schadenersatzansprüche, denen ein vorsätzliches Handeln des Schadenverursachers zugrunde liegt und für Schadenersatzansprüche, die aus der Eigenschaft des Schadenverursachers als Hundehalter oder -hüter entstanden sind. Dies bieten viele Mitbewerber nicht.

  • Ansprüche aus Benachteiligungen- für den Versicherungsnehmer und die mitversicherten Personen besteht Versicherungsschutz für den Fall, dass er/sie aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts wegen Benachteiligungen (Gründe für eine Benachteiligung sind die Rasse, die ethnische Herkunft, das Geschlecht, die Religion, die Weltanschauung, eine Behinderung, das Alter oder die sexuelle Identität) für einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden auf Schadenersatz in Anspruch genommen wird/werden. Die Höchstersatzleistung beträgt 100.000 EUR pauschal für Personen- und/oder Sach- und/oder Vermögensschäden je Versicherungsfall, begrenzt auf 200.000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres (es gilt Ziffer 6.3 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung –AHB-). Von jedem Schaden hat der Versicherungsnehmer 250 EUR selbst zu tragen.
  • Mietsachschäden an mobilen Einrichtungsgegenständen in Hotels, Schifffahrtskabinen, Schlafwagenabteilen, Pensionen, Ferienwohnungen und Ferienhäusern - die Höchstersatzleistung beträgt 10.000 EUR je Versicherungsfall, begrenzt auf 20.000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres.
  • Das Abhandenkommen von fremden privaten und beruflichen Schlüsseln im Umfang der Besonderen Bedingungen und Risikobeschreibungen (BBR 1, Ziffer 3.4). Die Höchstersatzleistung beträgt je Versicherungsfall 50.000 EUR, begrenzt auf 100.000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres. Bei Verlust des fremden beruflichen Schlüssels gilt eine Selbstbeteiligung von 250 EUR je Schadenfall.
  • Schäden an beweglichen Sachen, die z. B. gemietet oder geliehen wurden – die Höchstersatzleistung beträgt 10.000 EUR je Versicherungsfall, begrenzt auf 20.000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres.
  • Schäden aus der entgeltlichen Tätigkeit als Tagesmutter, versichert ist die gesetzliche Haftpflicht aus der entgeltlichen Tätigkeit als Tagesmutter. Versichert ist dabei die gesetzliche Haftpflicht aus der Beaufsichtigung von zur Betreuung übernommenen minderjährigen Kindern im eigenen Haushalt oder im Haushalt der betreuten Kinder, auch außerhalb der Wohnung, z. B. beim Spielen, bei Ausflügen usw.. Nicht versichert ist jedoch die Ausübung dieser Tätigkeit in Betrieben und Institutionen (z. B. Kindergärten, Kinderhorten, Kindertagesstätten usw.). Mitversichert sind gesetzliche Haftpflichtansprüche der zu betreuenden Kinder. Nicht versichert sind die persönliche gesetzliche Haftpflicht der Kinder sowie die Haftpflicht wegen Abhandenkommens von Sachen der betreuten Kinder.
  • Die Mitversicherung der gesetzlichen Haftpflicht aus nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeiten bis zu einem jährlichen Gesamtumsatz von maximal 6.000 EUR. Dies gilt nur, sofern für diese Tätigkeiten kein Versicherungsschutz durch eine andere Haftpflichtversicherung besteht.

Bei diesen nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeiten muss es sich handeln um
— Flohmarkt- und Basarverkauf;
— die Erteilung von Nachhilfe- und/oder Musikunterricht;
— den Vertrieb von Kosmetik, Haushaltsartikeln, Bekleidung oder Schmuck.

 

Im Rahmen dieser Tätigkeiten dürfen keine Angestellten beschäftigt werden. Wenn der jährliche Gesamtumsatz von 6.000 EUR überschritten wird, entfällt der Versicherungsschutz.

  • Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien

— Photovoltaik
— Solar
— Wärmepumpen
— Geothermie bis 100 Meter Bohrtiefe
— Windkraft bis 30 Meter
— Bockheizkraftwerke in den Kellern von Wohnhäusern
— Wasserkraft

 

  • Die gesetzliche Haftpflicht als Inhaber eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung, mit Standort in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union bzw. den Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen. Mitversichert ist dabei auch die gesetzliche Haftpflicht aus der Vermietung zu privaten Zwecken.

 

Amts- und Privathaftpflichtversicherung

Verletzen Beamte, Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes vorsätzlich oder fahrlässig Amtspflichten, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Anstellungskörperschaft (Dienstherr). Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit kann der Dienstherr den Schaden allerdings im Wege des Rückgriffs (Regress) bei dem nach beamtenrechtlichen Bestimmungen haftenden Mitarbeiter geltend machen.

Im Rahmen einer Amts-Haftpflichtversicherung sind Regressansprüche mitversichert, die der Dienstherr gegen den VN wegen eines Personen- oder Sachschadens geltend macht. Sofern es sich um einen Vermögensschaden handelt, besteht hierfür nur Versicherungsschutz über eine gesonderte Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung.

Nicht versichert sind z. B.:

  • Schäden, die Sie vorsätzlich herbeiführen,
  • Schäden, die Sie durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeuges verursacht haben,
  • Geldstrafen und Bußgelder, die gegen Sie verhängt wurden.


Nicht geboten wird die Amts-Haftpflichtversicherung Bediensteten der Deutschen Bahn AG, der Luft- und Schifffahrt sowie Berufs- und Zeitsoldaten der Bundeswehr.

 

Privathaftpflicht Plus-50 aktiv und Amts- und Privathaftpflichtversicherung Plus-50 aktiv

Der Versicherungsumfang kann nur vereinbart werden, sofern der Versicherungsnehmer das 50. Lebensjahr vollendet hat und gilt bedingungsgemäß auch für die Personen, die gemäß I. Ziffer 1.1 - 1.5 in der Privat-Haftpflichtversicherung mitversichert sind.

Mitversichert ist die gesetzliche Haftpflicht

  • eines im Haushalt des Versicherungsnehmers lebenden Elternteils,
  • der Enkelkinder, wenn sie sich bei den Großeltern aufhalten, z. B. beim Besuch der Großeltern, in den Ferien, im Urlaub. Erlang das (die) Enkelkind(er) Versicherungsschutz aus einem anderen fremden Haftpflichtversicherungsvertrag, so entfällt insoweit der Versicherungsschutz aus diesem Vertrag. Zeigt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall zur Regulierung zu diesem Vertrag an, so erfolgt eine Vorleistung im Rahmen der getroffenen Vereinbarung,
  • aus der Beschädigung oder dem Abhandenkommen von Geräten, die dem Versicherten vorüber- gehend zu Diagnosezwecken oder zur Anwendung für medizinische Zwecke überlassen werden, z. B. EKG, Blutdruckmessgerät, etc.
  • aus der Beschädigung oder dem Abhandenkommen von ärztlich verordneten und vom Sozial- versicherungsträger kostenmäßig getragenen medizinischen Geräten und Hilfsmitteln, die probeweise überlassen wurden, z. B. Hörgeräte bzw. zur dauernden Nutzung überlassen wurden, z. B. Rollstühle,
  • des Versicherungsnehmers aus der Tätigkeit als geringfügig Beschäftigter (§ 8 Sozialgesetzbuch, Viertes Buch IV) in einem Privathaushalt,
  • Versicherungsschutz bei vorübergehendem Auslandsaufenthalt (in Europa bis zu 5 Jahren, außerhalb Europas bis zu 3 Jahren).

Darüber hinaus verzichten wir – auch ohne gesetzliche Haftungsgrundlage – auf den Einwand der Deliktunfähigkeit bei:  
 

  • an Demenz erkrankten Personen (Versicherungsnehmer, mitversicherte Personen): sofern vom Versicherungsnehmer, dessen Ehegatten, dem Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes oder dem für den Versicherungsnehmer amtlich bestellten Betreuer ausdrücklich gewünscht, wird sich der Versicherer nicht auf Deliktunfähigkeit des Versicherungsnehmers oder einer mitversicherten Person berufen, wenn dieser / diese den Schaden in einem die freiwillige Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit im Sinne des § 827 BGB verursacht und diese krankhafte Störung auf einer Demenzerkrankung beruht und die mitversicherte Person mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft lebt. Die Höchstersatzleistung beträgt 10.000 EUR je Versicherungsfall, begrenzt auf 20.000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres;
  • deliktunfähigen Kindern: sofern vom Versicherungsnehmer ausdrücklich gewünscht, wird sich der Versicherer nicht auf die Deliktunfähigkeit von mitversicherten Kindern berufen - egal wie alt diese sind - wenn sie den Schaden in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit im Sinne des § 827 BGB verursacht und diese krankhafte Störung auf einer geistigen Behinderung beruht. Die Höchstersatzleistung beträgt 10.000 EUR je Versicherungsfall, begrenzt auf 20.000 EUR für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres.


Mitversichert ist der Baustein Privathaftpflicht Plus im Umfang der BBR 1 I. Ziffer 11.ff.