

VGH bearbeitet tausende Unwetterschäden
Nach den schweren Unwettern, die in der Nacht des 13. Juli im niedersächsischen Geschäftsgebiet der VGH Versicherungen zahlreiche Hagel-, Sturm- und Starkregenschäden verursachten, läuft die Bearbeitung von Versicherungsfällen betroffener Kundinnen und Kunden auf Hochtouren.
Entschädigungen im zweistelligen Millionenbereich
Bis zum 27. Juli meldeten geschädigte Hausbesitzer, Mieter, Kfz-Halter und Landwirte dem größten öffentlichen Versicherer in Niedersachsen mehr als 7.700 Schäden mit einem Aufwand von insgesamt gut 37 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 4.500 Schäden (22,5 Mio. Euro) auf die Sachversicherung (vor allem Gebäude und Hausrat). Knapp 3.000 Hagelschäden (6,5 Mio. Euro) entstanden an Fahrzeugen. Zu den besonders betroffenen Gewerbekunden zählen auch 30 Autohäuser (4,7 Mio. Euro). In der Landwirtschaft verursachte vor allem Hagel Ernteschäden in Höhe von voraussichtlich bis zu 3,5 Mio. Euro. Der gesamte Schadenaufwand durch die Unwetter verteilt sich relativ gleichmäßig auf die Ursachen Hagel (37 %), Starkregen (29 %) und Sturm (32 %).
Auf Grundlage von Hochrechnungen und Erfahrungswerten erwartet die VGH durch die Wetterextreme vom 13. Juli rund 12.000 Schäden mit einem Entschädigungsaufwand von 45 Millionen Euro.
Am stärksten betroffen von den Gewittern mit Hagel und Starkregen waren die Gemeinden Wistedt/Tostedt und Heidenau im Landkreis Harburg, die Region Hannover (insbesondere Bothfeld-Vahrenheide, Langenhagen, Laatzen und die Oststadt/List), sowie die Gebiete Oyten (östlich von Bremen), Harsum (nördlich von Hildesheim) und Soltau.
Mit Sondermaßnahmen an der Seite Betroffener
Annika Rust, VGH-Vorständin für Schadenversicherungen: „Uns war mit den ersten Berichterstattungen sofort klar, dass eine Vielzahl unserer Kundinnen und Kunden von den Unwetterfolgen betroffen sein werden. Wir haben umgehend gehandelt und bewährte Sondermaßnahmen eingeleitet, um so verlässlich für unsere Versicherten da zu sein, wie sie es von einem regionalen Serviceversicherer erwarten können. Dazu gehört die Einrichtung von Hagelstraßen für Kfz-Sammelbesichtigungen innerhalb kurzer Zeit. Der erste Besichtigungsort in der Podbielskistraße in Hannover arbeitet bereits in der dritten Woche und wird von geschädigten Kundinnen und Kunden sehr gut angenommen.“

Mit dem Start weiterer Sammelbesichtigungen ab dem 3. August in Sittensen (Region Heidenau), in Thedinghausen (Region Bremen, ab 05.08.), Algermissen (ab 10.08.) und Soltau (ab 17.08.) wird sich die Zahl der VGH-Hagelstraßen auf fünf erhöhen. Im landwirtschaftlichen Bereich konnte durch den Einsatz von Drohnen die Bestandsaufnahme auf vielen Feldern bereits erfolgen.
Bei der Aufnahme von Sachschäden an Gebäuden und Hausrat können sich Betroffene ebenfalls auf die VGH-Vertretungen als erste Ansprechpartner vor Ort verlassen. Mit hohem Engagement und Mehrarbeit auch an Wochenenden sorgen die VGH-Vertriebspartner genauso wie Schadenregulierer und Innendienstabteilungen für eine zügige Besichtigung und Bearbeitung.
Naturgefahren lückenlos versichern
Herkömmliche Gebäudeversicherungen decken Unwetterschäden durch Sturm, Hagel und Blitzschlag ab. Weitere Naturgefahren wie Überschwemmung durch Starkregen, Rückstau, Hochwasser, aber auch Erdrutsche, Erdsenkung, Lawinen, Erdbeben und Vulkanausbrüche müssen durch eine so genannte Elementarschadenversicherung eingeschlossen werden.
Annika Rust: „VGH-Versicherte, die sich noch nicht vorausschauend für das gesamte Elementarschadenpaket entschieden haben, waren im Falle von Starkregenschäden dennoch überwiegend auf der sicheren Seite. Denn bereits seit 2010 ist zumindest das Elementarrisiko Starkregen und Rückstau in den Gebäudepolicen der VGH enthalten.“

Gebäude widerstandsfähiger machen
Mit „Elementa – Zentrum Naturgefahren“ hat die VGH zusammen mit der Gruppe öffentlicher Versicherer und dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V. (IFS) im Mai eine zentrale Informations-Plattform gestartet, auf der sich alle Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, Planerinnen und Planer über die lokalen Naturgefahren am Standort ihrer Immobilie sowie geeignete Präventionsmaßnahmen informieren können – kostenlos und umfassend. „Die VGH sieht dringenden Handlungsbedarf durch zunehmende Extremwetterlagen, die durch den Klimawandel getrieben werden“, sagt VGH-Vorständin Annika Rust. „Wir gehen diese Herausforderungen aktiv an und bieten deshalb Bürgerinnen und Bürgern jetzt noch gezielter Rat und Hilfe, denn die Bedrohungen durch Naturgefahren treffen sie direkt.“
Der Einstieg in das Informationsportal erfolgt über eine niedrigschwellige, adressgenaue Gefahren-Analyse, das Risiko-Radar. Darauf aufbauend stellt Elementa Schutzstrategien vor und benennt erprobte Bauteile, die die Resilienz von Gebäuden gegen die Einflüsse der Naturgefahren steigern. Damit geht Elementa weit über bisherige, meist dezentrale Angebote in Deutschland hinaus. Mehr Informationen: www.elementa.org
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