Logo Elementa mit Claim "Zentrum Naturgefahren"
Presseinformation vom 04.05.2026

Neue Informationsplattform macht Gebäude stark gegen Wetterextreme

Die VGH startet gemeinsam mit öffentlichen Versicherern und dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. (IFS) "Elementa – Zentrum Naturgefahren": Risikobewertung und Lösungen rund um Hochwasser, Starkregen und Hagel

Hilfe aus einer Hand

Wasser im Keller nach Starkregen, vom Hagel zerschlagene Dachziegel, großflächige Überschwemmungen nach tagelangem Dauerregen: Extremwetter und seine Folgen nehmen zu, spürbar auch in Deutschland. Die VGH Versicherungen begegnen diesen Herausforderungen mit einem neuen Online-Service: Elementa – Zentrum Naturgefahren bietet umfassende Hilfe für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, Bauherrschaften sowie Planerinnen und Planer, Architektinnen und Architekten. Risiko-Radar, Gefahrenkarten, detaillierte Ratgeber und das exklusive Bauteilregister: Elementa bietet die entscheidenden digitalen Werkzeuge, um Wohngebäude vor Naturgefahren deutlich besser zu schützen.

Die Front einer großen Gewitterwolke zieht über eine Kleinstadt. Unterschiedliche Schichten der tiefgrauen Gewitterfront sind klar erkennbar.
Hagel bildet sich in speziellen Gewitterwolken. Die Vorhersage ist schwierig, Hagelschäden können aber immens sein. (Foto: Pixabay)

Kostenloser und umfassender Service

Mit Elementa – Zentrum Naturgefahren startet die VGH zusammen mit der Gruppe der öffentlichen Versicherer und dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V. (IFS) eine zentrale Informations-Plattform, auf der sich alle Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, Planerinnen und Planer über die lokalen Naturgefahren am Standort ihrer Immobilie informieren können – kostenlos und umfassend. „Die VGH sieht dringenden Handlungsbedarf durch zunehmende Extremwetterlagen“, sagt Annika Rust, Vorständin für Schadenversicherungen. „Wir gehen diese Herausforderungen aktiv an und bieten deshalb unseren Versicherten jetzt noch gezielter Rat und Hilfe, denn die Bedrohungen durch Naturgefahren treffen sie direkt.“

Gebäude widerstandsfähiger machen

Der Einstieg in das Informationsportal erfolgt über eine niedrigschwellige, adressgenaue Gefahren-Analyse, das Risiko-Radar. Darauf aufbauend stellt Elementa Schutzstrategien vor und benennt erprobte Bauteile, die die Resilienz von Gebäuden gegen die Einflüsse der Naturgefahren steigern. Damit geht Elementa weit über bisherige, meist dezentrale Angebote in Deutschland hinaus.

Die Fassadenplatten eines zweigeschossigen Wohnhauses mit Giebeldach sind nach Hageleinschlägen stark beschädigt und weisen große Löcher auf.
Hagel kann schwere Gebäudeschäden verursachen, etwa an der Fassade. (Foto: Fotoservice Stuttgart / Andreas Rosar)

Risikokarten erstmals zentral verfügbar

Ein wichtiger Teil des Angebots und Grundlage des Risiko-Radars sind interaktive Deutschlandkarten, die adressgenau Gefährdungen eines Gebäudes aufzeigen. Zum Start stehen Informationen zu Flusshochwasser, Starkregen und Hagel zur Verfügung. Sie basieren auf den öffentlichen Starkregen- und Hochwasserkarten der Bundesländer und des Bunds. Die VGH und Elementa machen diese Risikokarten erstmals zentral an einem Ort verfügbar. Dazu kommt die zurzeit genaueste Hagel-Risikokarte in Deutschland. Sie stammt vom Karlsruher Institut für Technologie und ist erstmals im März 2026 veröffentlicht worden.

Eine Hand hält zahlreiche etwa golfballgroße Hagelkörner. Unscharf im Hintergrund sind ein Waldrand un darüber eine abziehende Sturmfront zu sehen.
Das eigene Hagelrisiko besser einschätzen und rechtzeitig vorsorgen: Ab etwa drei Zentimeter Durchmesser richten Hagelkörner massive Schäden an Gebäuden an. Schon kleinere Hagelkörner beschädigen Autos. (Foto: Pixabay)

Bauliche Vorsorge fundiert planen

Zusätzlich zu Gefahren- und Risikokarten gibt es tiefgehende Informationen zur Gebäudeprävention: Fundierte Ratgeber für Bauherrschaften sowie für Planerinnen und Planer. „Mit Elementa bieten öffentliche Versicherer wie die VGH zahlreiche Hinweise von hohem praktischem Nutzwert für den Schutz von Wohnimmobilien an, und das aus einer Hand“, sagt VGH-Vorständin Annika Rust. „Elementa steht damit ab sofort allen Versicherten in Deutschland zur Seite. Das kommt nicht nur den Betroffenen zugute. Es trägt auch zur Aufgabe bei, unsere gesamte Gesellschaft widerstandsfähiger gegen die Gefahren des Klimawandels zu machen.“

Gründliche Gefahrenanalyse in Zeiten des Klimawandels

Als zentrale Plattform führt www.elementa.org Informationen zur baulichen Vorsorge vor Naturgefahren zusammen. Wie sich die örtlichen Bedingungen auf mögliche Schäden auswirken, stellt Elementa in seinem Ratgeber-Angebot anschaulich dar. So sind für jeden Einzelstandort neben dem Geländerelief weitere Punkte für die Gefahrenanalyse entscheidend: Gepflasterte und asphaltierte Plätze, Straßen, die Kanalisation und wie dicht Gebäude aneinander stehen. Aber auch bereits vorhandene – oder eben fehlende – Präventionsmaßnahmen wie renaturierte Fließgewässer, Regenrückhaltemöglichkeiten, Wehre und Deiche sowie der Zustand des jeweiligen Gebäudes spielen bei der Gesamtbewertung eine wichtige Rolle. All diese Aspekte werden vor dem Hintergrund des Klimawandels betrachtet. Denn er wird laut übereinstimmenden wissenschaftlichen Erkenntnissen die Häufigkeit und Intensität der schon heute regelmäßigen, verheerenden Extremereignisse noch steigern.

Ein Fluss mit deutlichem Hochwasserstand. Die Weiden am Ufer sind vom Hochwasser umspült. Der Deich am Flussufer hält dem Wasser stand, es sind noch etwa anderthalb Meter zwischen Deichkrone und dem Hochwasserscheitel.
Deiche sind Teil des unverzichtbaren öffentlichen Hochwasserschutzes. (Foto: Pixabay)

Bundesweit exklusives Bauteileregister

Für Planerinnen und Planer stehen auf www.elementa.org nützliche und fachspezifische Details wie baurechtliche Rahmen zum Schutz von Gebäuden bereit. „Umfassender Schutz vor Naturgefahren beginnt mit einer zielorientierten Planung“, so Dr. Hans-Herrmann Drews, Geschäftsführer des IFS, bei dem Elementa ansässig ist. „So bleiben von Anfang an die Kosten eines resilienten Neubaus oder einer entsprechenden Sanierung transparent und überschaubar.“ Mehr noch: Mithilfe des Bauteileregisters finden Bauherrschaften sowie Planerinnen und Planer gleichermaßen auf einen Blick resiliente Baustoffe. Für dieses deutschlandweit exklusive Register kooperiert Elementa mit der Schweizer Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen und dem österreichischen Elementarschaden Präventionszentrum. Gelistet werden geprüfte und zertifizierte Bauteile, die die Widerstandsfähigkeit von Wohngebäuden nachweisbar erhöhen. Zum Start von Elementa sind bereits zahlreiche hagelsichere Bauelemente wie etwa Dachziegel, Dachfenster und Fassadenputze gelistet. Das Register wird stetig weiterwachsen.

Eine Person steht mit dem Rücken zum Fotografen auf einem städtischen Platz. Es regnet stark, die Person hält einen Regenschirm schützend über sich. Im Hintergrund sind unscharf Häuserzeilen und Fahrzeuge zu sehen.
Nicht nur Hagel und Hochwasser bergen erhebliche Risiken für Immobilienbesitzer. Auch fernab von ausufernden Gewässern kann Starkregen auf versiegelten Flächen schnell zu Überflutungen führen. (Foto: Pixabay)

Individuell und öffentlich vorsorgen

„Der Schutz vor Naturgefahren ruht auf zwei Säulen: individueller Prävention am eigenen Wohnhaus und öffentlicher, übergeordneter Vorsorge“, meint Drews. Darum nehmen im Ratgeber-Angebot Informationen über den staatlich verantworteten Naturgefahrenschutz einen wichtigen Platz ein. „Wir wollen den öffentlichen Schutz auf allen föderalen Ebenen fördern, indem wir funktionierende Schutzmaßnahmen als Best-Practice-Beispiele vorstellen und neueste Forschungserkenntnisse bekannt machen“, sagt der Geschäftsführer des Kieler Instituts. Dazu gehören neben wirksamer Prävention der öffentlichen Infrastruktur vor Naturgefahren auch koordinierte, passgenaue Einsatz- und Rettungspläne für unterschiedliche Katastrophenszenarien.

Remseck am Neckar bereitet sich im Juni 2024 auf einen Dammbruch in der Mühlstraße vor. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz, befüllt Sandsäcke und organisiert weiteren mobilen Hochwasserschutz.
Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Hausbesitzer allein vermögen es nicht, sich ausreichend zu schützen. (Foto: Fotoservice Stuttgart / Andreas Rosar)

Kurz gefasst: Über Elementa trägt die VGH mit ihren Partnern ab sofort dazu bei, das deutschlandweite Gefahrenpotenzial zu benennen und dieses bis hinunter auf den einzelnen Gebäudestandort zu verdeutlichen. Elementa benennt darauf aufbauend sehr praxisnah Möglichkeiten, wie Gebäude, Siedlungen und ganze Landstriche präventiv vor Naturgefahren geschützt werden können.

Über Elementa

Elementa – Zentrum Naturgefahren ist ein Service der VGH im Verbund mit den öffentlichen Versicherern und des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V. (IFS). Mit seinem Start im April 2026 dient es als verlässliche Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, praktischer Vorsorge und konkretem Handlungswissen. Das komplett kostenfreie Angebot umfasst umfangreiche Informationen und adressgenaue Karten, vorerst zu den Risiken Hagel, Starkregen und Flusshochwasser. Dieses Angebot wird sukzessive ausgebaut und um weitere Naturgefahren erweitert. Das Elementa-Team greift auf Erfahrungen eines kompetenten internationalen Netzwerks zurück und bündelt den aktuellen Forschungsstand sowie alle öffentlich zugänglichen Daten zur Gefahren- und Risikoabschätzung. Mehr Informationen: www.elementa.org

Über die VGH Versicherungen

Die VGH hat als größter öffentlicher Versicherer in Niedersachsen seit 1750 Erfahrung in der Gebäudeversicherung – neben einem lückenlosen Angebot an weiteren Schaden- und Personenversicherungen. Rund 4.400 Mitarbeitende sind direkt oder indirekt für den regionalen Marktführer tätig, darunter gut 450 VGH-Vertreterinnen und -Vertreter und ihre Teams. Gemeinsam mit dem zweiten Vertriebspartner, den Sparkassen, bilden sie ein flächendeckendes Servicenetz zur Betreuung von rund 1,6 Millionen Kundinnen und Kunden. Nicht nur als Versicherer und Arbeitgeber, auch als Sponsor zahlreicher Projekte und Programme im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich sowie in der Zusammenarbeit mit den Feuerwehren engagiert sich die VGH traditionell für die Menschen in ihrem Geschäftsgebiet.

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