
Schäden durch Gewitter und Starkregen vorbeugen
Hitzewelle: Was Hausbesitzer und Mieter jetzt tun können, um ihr Hab und Gut zu schützen
Oft genügen wenige Handgriffe
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor der ersten großen Hitzewelle des Jahres, die am Wochenende ihren Höhepunkt erreichen soll. Damit einhergehend kann es zu Unwettern mit Starkregen kommen. Insbesondere im Norden Deutschlands erwartet der DWD starke Gewitter. Um ein Gebäude vor den schwerwiegendsten Folgen von Sturm und Starkregen zu schützen, genügen oft wenige Handgriffe.
Lose Gegenstände wie Sonnenschirme, Gartenstühle und Spielzeug können durch heftige Böen weggeweht und so zu Gefahrenquellen werden. Sie müssen gesichert oder im Haus gelagert werden. Gebäudebesitzer sollten überprüfen, ob ebenerdige Hauseingänge, Fenster und Zuleitungen geschützt sind. Bei „normalem“ Starkregen reicht es aus, Türen und Fenster zu verschließen. Wenn Wasser allerdings am Gebäude ansteht, sind druckwasserdichte Türen und Fenster sowie fachgerechte Dichtungen der Versorgungszuleitungen an den Einführungspunkten ins Haus nötig.
Sandsäcke oder mobile Schotts einsetzen
Sorgt das Grundstücksprofil dafür, dass Wasser eher zum Gebäude hin statt wegfließt, sollte man Zugänge zusätzlich schützen. Dies kann klassisch mithilfe von Sandsäcken geschehen oder durch mobile Schotts, die in Garagentore, Tür- oder Fensterrahmen geklemmt werden.
Keller für den Notfall vorbereiten
Präventiv sollten Hauseigentümer wie Mieter ihre Keller so vorbereiten, dass im Notfall möglichst wenig Schaden entsteht. Wichtige Dokumente gehören in die oberen Stockwerke, nicht in den Keller. Waschmaschine und Trockner sollten erhöht aufgestellt werden. Wertvolles Lagergut – ob nun materiell oder ideell wertvoll – bewahren Bewohner bestenfalls so auf, dass sie es leicht und schnell in die oberen Stockwerke tragen können.
Eigenschutz hat Vorrang
Stets im Vordergrund stehen sollte jedoch der Eigenschutz. Schon wenn das Wasser nur wenige Zentimeter im Keller steht, lassen sich Türen schwer öffnen. Schnell sind Personen in Kellerräumen vom Wasser eingeschlossen. Außerdem besteht Lebensgefahr, wenn das eindringende Wasser mit Elektrizität in Kontakt kommt. Gefährliche Stromschläge sind möglich. Wer eindringendes Regenwasser bemerkt, ist gut beraten, den Strom im Keller abzustellen. Im Zweifel sollten Betroffene in den oberen Stockwerken bleiben. Nichts, was im Keller lagert, ist wertvoller als ein Leben.
Elementa: Umfassende Hilfe beim Schutz vor Naturgefahren
Aufgrund des Klimawandels kommt es nachweislich immer häufiger zu Starkregen und zu Überschwemmungen. Daher lohnt es sich, schon lange vor dem Notfall Gebäude auf ihre Naturgefahrensicherheit hin zu überprüfen. Das Risiko-Radar von Elementa – Zentrum Naturgefahren auf www.elementa.org zeigt auf einen Blick adressgenau, wie gefährdet das eigene Haus ist. Anschauliche Ratgeber mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen verdeutlichen, was genau gegen die Folgen der Naturgefahren Starkregen, Hochwasser und Hagel schützt. Im exklusiven Bauteilregister finden Gebäudebesitzer, Bauherren, Planer und Architekten eine Vielzahl widerstandsfähiger Bauteile wie Fenster, Türen, Dachziegel und mehr.

Über Elementa
Elementa – Zentrum Naturgefahren ist ein Service der öffentlichen Versicherer und des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V. (IFS). Mit seinem Start im Mai 2026 dient es als verlässliche Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, praktischer Vorsorge und konkretem Handlungswissen. Das komplett kostenfreie Angebot umfasst vorerst umfangreiche Informationen und adressgenaue Karten zu den Risiken Hagel, Starkregen und Flusshochwasser. Dieses Angebot wird sukzessive ausgebaut und um weitere Naturgefahren erweitert. Das Elementa-Team greift auf Erfahrungen eines kompetenten internationalen Netzwerks zurück und bündelt den aktuellen Forschungsstand sowie alle öffentlich zugänglichen Daten zur Gefahren- und Risikoabschätzung.