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Presseinformation vom 18.06.2026

Bilanz 2025: VGH Versicherungen – ein rundum gutes Jahr

Kurz gefasst

  • Öffentliche Versicherungsgruppe entwickelt sich dynamisch: Vertrieb gestärkt / Erfolgreiche Produktinnovationen / Investitionen in Zukunftsfähigkeit / Elementarschäden im Fokus
  • Landschaftliche Brandkasse Hannover: Beitragseinnahmen gesteigert / Bestand leicht ausgebaut / Günstiger Schadenverlauf, Kfz wieder im schwarzen Bereich
  • Provinzial Lebensversicherung Hannover: Bestes Neugeschäft seit Jahren / Bestand und Beitragsvolumen über Vorjahreswerten
  • Provinzial Krankenversicherung Hannover setzt stabile Entwicklung fort

Solide Ergebnisse, sehr gutes Neugeschäft

„Das war ein rundum gutes Jahr im Verbund der VGH-Unternehmen!“ Mit dieser positiven Bilanz wertet Dr. Ulrich Knemeyer, Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungen, die geschäftliche Entwicklung 2025. „Solide Ergebnisse in der Schaden-/Unfallversicherung und ein sehr gutes Neugeschäft in der Lebensversicherung wurden flankiert von einer auskömmlichen Ausstattung mit Sicherheitsmitteln. Das 275-jährige Jubiläumsjahr unserer VGH zeichnete ein wirklich erfreuliches Bild.“ Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des öffentlich-rechtlichen Versicherers wird als außerordentlich stabil eingeordnet. Das Sicherheitsniveau habe man in allen bilanziellen Verpflichtungspositionen ausgebaut.

Knemeyer weiter: „Grundlage und Voraussetzung für unsere erfolgreiche Geschäftstätigkeit bilden aber auch nichtfinanzielle Faktoren: leistungsstarke Vertriebspartner und Mitarbeitende, eine zukunftsfähige Entwicklung der IT, kundenzentrierte Prozesse, effizientes Schadenmanagement, Nachhaltigkeit und eine innovative Unternehmenskultur, die uns als Arbeitgeber und Geschäftspartner attraktiv macht.“ Hinzu kämen neue Produkte, flankiert von kreativen, zielgruppengerechten Kampagnen, mit denen die VGH ihre hohe Neugeschäftsdynamik auch 2026 fortsetzt.

Wachstum im Konzern

Die Unternehmensgruppe der VGH Versicherungen kann ihren konsolidierten Gesamtumsatz 2025 um 6,6 Prozent steigern, die Beitragseinnahme erhöhen sich von 2,941 Mrd. Euro auf 3,137 Mrd. Euro. Der erwirtschaftete Brutto-Überschuss (vor Ertragsteuern und Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung) fällt mit 294 Mio. Euro rund 2,3 Prozent höher aus als im Vorjahr (2024: 288 Mio.). Das konsolidierte Eigenkapital der Gruppe wird um 82 Mio. Euro auf 1,735 Mrd. Euro gestärkt.

Zu den konsolidierten Verbundunternehmen der VGH gehören auch die Öffentlichen Versicherungen Oldenburg (Öffentliche Oldenburg), die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) und die bundesweit tätige ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG.

Im Folgenden näher dargestellt werden die drei Unternehmen, die unter dem Namen VGH Versicherungen in den Bundesländern Niedersachsen und Bremen (dort als ÖVB) vertreten sind: die Landschaftliche Brandkasse Hannover, die Provinzial Lebensversicherung Hannover und die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG.

Mann in Anzug mit Krawatte und Einstecktuch, lächelt und lehnt an einem Holztisch in heller Umgebung.
Dr. Ulrich Knemeyer (Foto: Patrice Kunte)

Brandkasse

Beitragseinnahmen gesteigert / Bestand leicht ausgebaut / Günstiger Schadenverlauf, Kfz wieder im schwarzen Bereich

Als regionaler Marktführer in der Schaden- und Unfallversicherung verzeichnet die Landschaftliche Brandkasse Hannover, das Mutterunternehmen der VGH, einen insgesamt sehr guten Geschäftsverlauf. Dieser ist trotz hoher Wettbewerbsintensität geprägt durch ein leicht übertroffenes Umsatzziel und einen erstmals seit Jahren ausgebauten Bestand an Versicherungsverträgen.

Bei günstigen Stornoquoten steigt das Beitragsvolumen im selbst abgeschlossenen Geschäft 2025 um 6,9 Prozent auf 1,528 Mrd. Euro (Vj: 1,430 Mrd., Markt: 7,7 %). Im Gesamtgeschäft, also inklusive aktiver Rückversicherung, wachsen die Beitragseinnahmen auf 1,647 Mrd. Euro (Vj: 1,538 Mrd.). Wesentliche Treiber sind neben dem Neugeschäft auch inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen.

Wachstumsträger sind die Sachsparten, insbesondere die Wohngebäudeversicherung (4,1 %). Das Beitragsplus verteilt sich dabei auf alle Kundengruppen (Privat: 3,1 %, Gewerbe/Kommunen: 2,6 %, Industrie: 6,6 %, Landwirtschaft: 2,0 %). Auch die Kfz-Versicherung weist ein deutliches Beitragsplus auf (15,6 %). Die noch relativ junge Cyberversicherung legt dynamisch zu (16,3 %). Die Beitragseinnahmen in der Rechtsschutzversicherung steigen um 6,6 Prozent. Die allgemeine Haftpflichtversicherung verzeichnet oberhalb der Marktentwicklung einen Zuwachs von 2,4 Prozent.

Der Schadenverlauf zeigt sich im Berichtsjahr als günstig. Die Schadenbelastung aus elementaren Naturgefahren liegt auf dem niedrigsten Niveau der letzten 15 Jahre. Auch von Großbränden ab fünf Millionen Euro bleibt die VGH 2025 verschont. Annika Rust, Vorständin für Schadenversicherungen: „Im Segment der Kfz-Versicherungen ist der Schadenaufwand auf sehr hohem Niveau zwar nochmals angestiegen. Die notwendigen Anpassungen der Versicherungsbeiträge wirken sich aber positiv auf die Schaden-Kosten-Quote aus, die von gut 111 Prozent im Vorjahr zurück in den schwarzen Bereich auf 99 Prozent gesunken ist.“

Über alle Sparten hinweg muss die Brandkasse für gut 220.000 Schäden 981 Mio. Euro aufbringen, etwa so viel wie im Vorjahr (2024: 976 Mio.). Die bilanzielle Schadenquote verbessert sich auf 60,3 Prozent (Vj: 63,9 %). Die Verwaltungskostenquote liegt wie im Vorjahr bei 26,1 Prozent. Die Summe aus Schaden- und Kostenquote verringert sich das dritte Jahr in Folge auf jetzt 86,4 Prozent (2024: 89,9 %). Damit zeigt die Combined Ratio 2025 einen nochmal verbesserten Abstand zum erwarteten Marktdurchschnitt (91 %) und eröffnet neue Spielräume für Investitionen.

Die Kapitalanlagen der Brandkasse legen von 4,580 Mrd. Euro auf 4,870 Mrd. Euro zu. Der Ertrag übertrifft mit 100 Mio. Euro den Vorjahreswert (90 Mio.). Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 2,1 Prozent (Vj: 2,0 %).

Der erwirtschaftete Brutto-Überschuss erzielt 63 Mio. Euro (Vj: 78 Mio.). Aus diesem Ergebnis werden die Versicherten über die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) am Gesamterfolg des Unternehmens mit 22 Mio. Euro beteiligt. Das Eigenkapital wird mit 40 Mio. Euro. gestärkt. Die Sicherheitsmittel steigen auf 1,705 Mrd. Euro, was 104 Prozent der gebuchten Bruttobeiträge im Jahr 2025 entspricht (Vj: 99 %). Mit dieser Quote positioniert sich die Brandkasse in der Spitzengruppe deutscher Schaden-/Unfallversicherer (Markt: ca. 46 %).

Annika Rust (Foto: Patrice Kunte)

Provinzial Leben

Bestes Neugeschäft seit Jahren / Bestand und Beitragsvolumen über Vorjahreswerten

Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Provinzial Lebensversicherung Hannover zeigt sich auch 2025 stabil, die Risikosituation ist kontrolliert und tragfähig, das Sicherheitsniveau gut auskömmlich.

Im Geschäftsjahr verzeichnet der Lebensversicherer der VGH einen deutlich über der Marktentwicklung liegenden, sehr guten Neugeschäftsverlauf. Gemessen an der bewerteten Beitragssumme, verbucht die Provinzial Leben mit 1,426 Mrd. Euro einen Neugeschäftszuwachs von rund 44 Prozent (2024: 992 Mio., Markt: 5,3 %) – nach einem schon sehr erfolgreichen Vorjahr das beste Ergebnis seit mindestens 2010.

Vertriebs- und Marketingvorstand Dr. Fabrice Gerdes: „Insbesondere die Provinzial Leben profitiert von der engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Sparkassen und dem hohen Einsatz unserer eigenen Organisation, den VGH-Hauptvertretungen.“ Das 2024 eingeführte kapitalmarktnahe Produkt InvestRente und die 2025 runderneuerte Risikolebensversicherung geben in beiden Vertriebswegen entscheidende Impulse. Seit April 2026 ist zudem eine innovative VGH-Kampagne mit Hasbros Marke „Peppa Pig“ flächendeckend sichtbar. Gerdes: „Mit der weltweit beliebten Animationsfigur nehmen wir die Zielgruppe junger Neukunden in den Fokus. Ziel ist, aufmerksamkeitsstark und spielerisch Familien für den wichtigen Schutz ihrer Kinder zu sensibilisieren, von Unfall bis zur Altersvorsorge.“

Lächelnder Mann in Anzug mit Krawatte vor buntem Hintergrund in Pink und Grün.
Dr. Fabrice Gerdes (Foto: Patrice Kunte)

Insgesamt vereinnahmt die Provinzial Leben (inkl. in Rückdeckung übernommenes Geschäft) gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 491 Mio. Euro (Vj: 472 Mio., 3,9 %). Wesentlichen Anteil daran haben die Einmalbeitragseinnahmen. Sie legen im selbst abgeschlossenen Geschäft um 31 Prozent zu, von 63 Mio. Euro auf 83 Mio. Euro im Berichtsjahr (Markt: 16,9 %). Die Prämien aus laufenden Beiträgen bleiben mit 400 Mio. Euro stabil auf Vorjahresniveau (Markt: 0,2 %).

Das sehr gut verlaufene Neugeschäft kann erstmals seit Jahren die relativ hohen regulären Vertragsabläufe kompensieren, so dass der Versicherungsbestand um 1,8 Prozent über dem Vorjahreswert liegt  (gemessen am statistischen Jahresbeitrag).

Verlässliche Leistungsstärke zeigt die Gesamtsumme von 782 Mio. Euro, die die Provinzial Leben ihren Kunden 2025 für Versicherungsfälle, ausgezahlte Gewinnanteile und Rückkäufe – überwiegend Erlebensfallleistungen – überweist (Vj: 791 Mio.).

Vor allem aufgrund hoher Ablaufleistungen abschlussstarker älterer Jahrgänge reduzieren sich die Kapitalanlagen der Provinzial Leben auf 8,572 Mrd. Euro (Vj: 8,756 Mrd.). Das daraus erwirtschaftete Anlageergebnis erreicht 179 Mio. Euro (Vj: 207 Mio.). Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 2,1 Prozent (Vj: 2,3 %). Aufgrund der Zinsentwicklung kann die Provinzial Leben die Zinszusatzreserve (ZZR) ergebniserhöhend um rund 49 Mio. Euro auflösen. Die ZZR-Rückstellung zur bilanziellen Vorsorge während der jahrelangen Niedrigzinsphase kann damit erneut reduziert werden, auf insgesamt 737 Mio. Euro (Vj: 786 Mio.). Zusammen mit der Deckungsrückstellung stellt die ZZR die Garantieverpflichtungen der Provinzial Leben gegenüber ihren Kunden sicher.

Der Brutto-Überschuss beläuft sich auf 83 Mio. Euro (Vj: 111 Mio.). Mit 75 Mio. Euro wird der größte Teil davon kundenorientiert der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt (Vj: 96 Mio.). Das Eigenkapital kann um rund 7 Mio. Euro gestärkt werden. Mit einer Sicherheitsmittelquote von 19,3 Prozent, bezogen auf die Brutto-Deckungsrückstellungen (ohne fondsgebundene Verträge), weist die Provinzial Leben eine überdurchschnittliche Kapitalausstattung aus.

„Die wirtschaftliche Stärke der VGH garantiert dauerhafte Stabilität und Sicherheit für unsere Kunden. Wir sind deshalb in der Lage, die laufende Verzinsung, die Schlussüberschussbeteiligung und die Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven in unveränderter Höhe fortzuführen“, sagt Jörg Sinner, Leben- und Kapitalanlagevorstand der VGH Versicherungen. So bietet der Lebensversicherer der VGH für 2026 wie im Vorjahr eine der marktweit besten durchschnittlichen Gesamtverzinsungen von 4,2 Prozent. Die darin enthaltene laufende Verzinsung bleibt stabil bei 2,5 Prozent.

Mann im Anzug mit Brille steht an einem Tisch, lächelt leicht und posiert vor einer hellen Wand.
Jörg Sinner (Foto: Patrice Kunte)

Provinzial Kranken

Stabile Entwicklung fortgesetzt

Auch die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: „Der kontinuierliche Bestandsanbau im Bereich der Vollversicherung zeigt, dass wir im Wettbewerb nachhaltig wachsen können“, erklärt VGH-Vorstandschef Ulrich Knemeyer. Trotz einer branchenweit bestehenden hohen Dynamik bei den Leistungsausgaben weist das Unternehmen solide Bilanz- und Wachstumskennzahlen aus. 

Insgesamt sind bei der Provinzial Krankenversicherung zum Jahresende 167.092 Personen versichert. Der Bestand an vollversicherten Personen konnte im Geschäftsjahr um 215 Personen ausgebaut werden. Dies entspricht einer Steigerung von 1,4 Prozent. Damit bewegt man sich weiterhin deutlich über dem Marktniveau (2025: 0,5 %). Auch die Beitragseinnahmen entwickeln sich im Geschäftsjahr 2025 erfreulich. Mit knapp 120 Mio. Euro ist das Beitragsvolumen um 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Der Bestand an Kapitalanlagen erhöht sich 2025 um 66 Mio. Euro auf 820 Mio. Euro (Vj: 754 Mio.). Das Anlageergebnis liegt bei fast 22 Mio. Euro. Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 2,7 Prozent (Vj: 2,6 %). Der Brutto-Überschuss der Provinzial Krankenversicherung liegt im Jahr 2025 bei 23 Mio. Euro. Ein Großteil des Überschusses (93,9 %) kommt den Versicherten in Form von Beitragsrückerstattungen und Beitragslimitierungen zugute. Das Eigenkapital wird durch eine Zuführung von 1,5 Mio. Euro nachhaltig gestärkt. 

„Nicht nur der Jahresabschluss bestätigt erneut die gute wirtschaftliche Situation der Provinzial Krankenversicherung, sondern auch die Bewertungen unabhängiger Analysehäuser. Anfang 2026 haben wir zudem eine betriebliche Krankenversicherung an den Start gebracht – wir freuen uns, damit der steigenden Nachfrage in diesem Segment eine passende Produktlösung anzubieten“, resümiert Knemeyer.

Ausblick

Gewappnet für Herausforderungen / Erfolgreiche Produktinnovationen

Ulrich Knemeyer blickt zuversichtlich nach vorn: „Die Unternehmen im Verbund der VGH haben sich 2025 gut geschlagen. Wir sind gewappnet für langfristige Herausforderungen wie die Digitalisierung, die demografische Entwicklung und zunehmende elementare Unwetterschäden durch den Klimawandel. Auch in wirtschaftlich weiterhin anspruchsvollen Zeiten ist es unser Ziel, die gute Marktposition der VGH auszubauen.“

Die Einführung neuer oder grundlegend überarbeiteter Produkte soll 2026 der Geschäftsentwicklung weiteren Auftrieb geben. Neben dem seit Jahresanfang neuen Angebot einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) geht ab August außerdem die runderneuerte Produktlinie „Simple Life“ in der Berufsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherung an den Start. Wie sich die im Mai 2026 vom Gesetzgeber beschlossene Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge ab 2027 in der Entwicklung modifizierter Produkte abbilden wird, befindet sich in der Konzeption.

Investitionen in Zukunftsfähigkeit

Eine Reihe von Maßnahmen optimiert kundenzentrierte Prozesse, investiert in moderne IT-Systeme und Vertriebsstrukturen. Personell wie finanziell ausgebaut wird insbesondere das Zukunftsfeld IT und Digitalisierung, verantwortet von David Nedel, Vorstand des 2024 neu geschaffenen Ressorts. 

„Unser 2025 gestartetes IT-Strategieprogramm ‚Fokus Digital‘ entwickelt ein versicherungsfachlich, vertrieblich und technisch aufeinander abgestimmtes Zielbild. Die einzelnen Handlungsfelder umfassen, neben der Ablösung der Host-Systeme, den Ausbau der kunden- und vertriebsnahen Anwendungen, das digitale Prozessmanagement und ein professionalisiertes Datenmanagement. Die Investitionen in dieses Programm werden in den nächsten Jahren sukzessive aufgestockt“, kündigt Nedel an.

Entwicklung und Einsatz von KI-Lösungen sollen aktive Arbeitskräfte nicht ersetzen. Die Integration künstlicher Intelligenz wird vielmehr helfen, innerhalb der nächsten zehn Jahre das altersbedingte Ausscheiden hunderter Mitarbeitender aufzufangen. Diese Stellen können demografisch bedingt im Wettbewerb um neue Fachkräfte nicht vollständig ersetzt werden.

Mann in einem blauen Anzug mit rosa Krawatte, lächelt und steht an einem Holztisch vor einer hellen Wand.
David Nedel (Foto: Patrice Kunte)

Elementarschäden im Fokus

Aufgrund des regional begrenzten Geschäftsgebietes und des hohen Marktanteils besteht für die Brandkasse ein exponiertes Elementarschadenrisiko. Naturgefahren können Versicherer und ihre Kunden nach Einschätzung von Klimaexperten künftig in kürzer aufeinander folgenden Abständen erheblich treffen. Neben finanzieller Vorsorge sensibilisiert die VGH deshalb verstärkt für das Thema Prävention. „Zusammen mit allen öffentlichen Versicherern und dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung bieten wir deshalb seit Mai 2026 den neuen Online-Service Elementa – Zentrum Naturgefahren an“, erläutert Annika Rust, Vorständin für Schadenversicherungen. Auf www.elementa.org finden Bürgerinnen und Bürger umfassende, adressgenaue Informationen zur Risikobewertung und umfassende Schutzmaßnahmen rund um die Naturgefahren Hochwasser, Starkregen und Hagel.

Wie sich der Elementarschutz in der Gebäudeversicherung entwickelt, muss sich noch zeigen. Die Politik hält an Plänen einer Pflichtversicherung fest. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft setzt dagegen mit seinem Vorschlag auf eine Angebotspflicht für die Versicherer. Der Kunde darf selbst entscheiden, ob er es annimmt oder nicht. Die VGH bietet bereits jetzt Elementarschutz als abwählbaren Baustein in ihrer Wohngebäude-Police an.

Bekenntnis zur Region und Kundennähe

Am Alleinstellungsmerkmal der regionalen Verankerung mit persönlichen Ansprechpartnern, die für 1,6 Millionen Kunden ‚das Gesicht‘ der VGH vor Ort sind, werde bei aller Modernisierung nicht gerüttelt, so Vorstandschef Knemeyer: „Auch dieses dauerhaft serviceorientierte unternehmerische Selbstverständnis ist Ausdruck unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Versicherer, Arbeitgeber und Sponsor.“

Zahlen auf einen Blick

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Zahlen auf einen Blick für die Landschaftliche Brandkasse Hannover, die Provinzial Lebensversicherung Hannover, die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG und den Konzern der VGH Versicherungen.

Über die VGH Versicherungen
Die VGH ist der größte öffentliche Versicherer in Niedersachsen – mit einem lückenlosen Angebot an Schaden- und Personenversicherungen. Rund 4.500 Mitarbeitende sind direkt oder indirekt für den regionalen Marktführer tätig, darunter mehr als 450 VGH-Vertreterinnen und -Vertreter und ihre Teams. Gemeinsam mit dem zweiten Vertriebspartner, den Sparkassen, bilden sie ein flächendeckendes Servicenetz zur Betreuung von rund 1,6 Millionen Kundinnen und Kunden. Nicht nur als Versicherer und Arbeitgeber, auch als Sponsor zahlreicher Projekte und Programme im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich sowie in der Zusammenarbeit mit den Feuerwehren engagiert sich die VGH traditionell für die Menschen in ihrem Geschäftsgebiet.